alte tapeten

Wie sich eine alte Tapete von der Wand ablösen lässt, kann relativ einfach festgestellt werden: Sprüht man etwas Wasser auf die Oberfläche und perlt dieses ab, so ist das Material wasserabweisend. Wird die Flüssigkeit hingegen von der Tapete aufgesogen, gestaltet sich das Ablösen einfach: Mittels einer handelsüblichen Nagelrolle werden kleine Löcher in die Tapetenbahnen gewalzt, anschließend wird mit einer Sprühflasche lauwarmes Wasser über die Oberfläche verteilt. Nach wenigen Minuten sollte sich die Tapete dann mit einem Spachtel problemlos lösen lassen – im Idealfall können komplette Bahnen abgezogen werden.

Aus Vlies hergestellte Tapeten gelten als praktisch, da man sie meist ohne zusätzliche Mittel von der Wand abziehen kann. Da sie jedoch wesentlich stabiler sind als Papiertapeten, kann es beim Ablösen zu Beschädigungen an der darunterliegenden Wand kommen. Abhilfe sollen Zusätze für den verwendeten Kleister schaffen, mit dem das Abziehen ohne Hilfsmittel erleichtert werden soll. Ist eine Entfernung nicht ohne Weiteres möglich, so benötigt man neben einem Spachtel gegebenenfalls noch spezielle Tapeten-Entferner aus dem Baumarkt.

Die Ursprünge der Tapete können bis 11. Jahrhundert zurückverfolgt werden, als im Orient damit begonnen wurde, statt Teppichen auch Ledertapeten zur Verkleidung der Wände zu nutzen. In den folgenden Jahrhunderten kamen dann vermehrt aus Pergament hergestellte Tapeten auf, im 16. Jahrhundert fanden die ersten handbemalten Exemplare aus China ihren Weg nach Europa und erfreuten sich dort großer Beliebtheit. Die ersten europäischen Hersteller von Papiertapeten etablierten sich um das Jahr 1580 in England und Frankreich.

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